Mittwoch, 04 April 2012 10:54

Die Meinungen nähern sich an

Von

von unserem Redakteur Paul Bröker (22.12.2011)

Der Ausgang der Gesamtkonferenz sorgte bei vielen Schülern für eine große Enttäuschung. Trotzdem werden auch andere Meinungen laut. So zeigten sich zwar viele Unterzeichner im Vorfeld solidarisch mit den Initiatoren, einige können die jetzigen Vorwürfe, die der Lehrerschaft und der Schulleitung gemacht werden, nicht nachvollziehen.

 

Lediglich eine "weiche Kante" trennt die Schule von einer Einigung.

 

"Die Schüler müssen so professionell bleiben, wie sie es selbst von den Lehrern erwarten", meint Hanna Burgmann aus der Q1. Philipp Borkiewicz, ebenfalls aus der Q1, sieht die jetzige Stimmung ebenso kritisch: "Sie müssen die Niederlage akzeptieren. Außerdem wird sich bestimmt noch eine Lösung finden."


Beide Schüler sehen aber auch die klaren Vorteile eines (vollständigen) Online-Vertretungsplans, doch ob sie ihn nutzen würden, ist eine ganz andere Frage:
"Ich bin gar nicht so verbissen auf einen Online-Vertretungsplan; ich geh' morgens vor der Schule sowieso nicht ins Internet", sagt Hanna. Philipp pflichtet ihr bei: "Da hätte ich morgens einfach keine Zeit zu. Trotzdem befürworte ich den Plan, da er gerade für die Leute aus dem Landkreis sehr hilfreich wäre."


Allerdings können auch die beiden manche Lehrerängste nicht nachvollziehen, doch akzeptieren müsse man sie. "Dass die Privatsphäre der Lehrer verletzt werden könnte, halte ich für kein stichhaltiges Argument", meint Hanna, "schließlich ist dies zum einen jetzt schon durch die aushängenden Pläne möglich, zum anderen wäre das System ja passwortgeschützt und somit (theoretisch) sogar sicherer als die bisherigen Papierpläne."
 
Wir bedanken uns bei Herrn Liebetrau für das obige Bild.

Mittwoch, 04 April 2012 10:54

Into the Jungle

Von

Von unserem Redakteur Henning Engelbrecht (21.12.2011)

Selbst Indiana Jones hätte wohl Probleme im bürokratischen Dschungel mit Namen Schulpolitik, welcher den sagenumwobenen Tempel der Klarheit und Transparenz umschließt, letztere aber mitnichten zur Geltung kommen lässt.

 

In einer neuen Ausführung erreicht den ahnungslosen Schüler, der schon mehrfach den metaphorischen Baum vorm Kopf hatte und trotzdem nicht aufgegeben hat, die nächste Nachricht wie eine kolossale Steinkugel, die ihn zu zerquetschen droht: Frau Schöpe verlässt bzw. hat unsere Schule nach einem kurzem Jahr schon wieder verlassen - und zwar so schnell, dass es fast scheint, als wäre da eine höhere Macht am Werk. Ein spannendes Rätsel, nicht nur für Schüler, sondern für die gesamte Schulgemeinde.

Um sich den Weg durchs Unterholz zu bahnen, vertraut man am besten auf die Eingeborenen. In solchen Fällen können die Lehrer oftmals weiterhelfen. Doch zunächst wäre eine Erklärung für den Grund dieser Schnitzeljagd angebracht, denn offen gestanden kennen viele Schülerinnen und Schüler Frau Schöpe gar nicht. Diese kam letztes Jahr frisch vom hessischen Kultusministerium in die Fuldametropole, um den Posten als stellvertretende Schulleiterin am Goethe-Gymnasium zu übernehmen. Damit war sie ebenfalls verantwortlich für den Vertretungsplan, auch bekannt als Überraschungsei des Unterrichts.

 

 Ein kaum durchdringbarer Dschungel?
 

Das darauf folgende, also das aktuelle Halbjahr, hielt zu Beginn auch noch nichts Hollywood-Verdächtiges bereit: Frau Schöpe übernahm, völlig unspektakulär, zum Beispiel einen Deutschkurs in der Q-Phase. Doch dann stellte sich das erste Rätsel im Schul-Dschungel: Wie aus dem Nichts hieß es, Frau Schöpe sei nicht mehr an unserer Schule! Wer hat denn da die Büchse der Pandora geöffnet? Plötzlich wurde es hochspannend. Die Gerüchteküche des Goethe-Gymnasiums brodelte bis zum Anschlag. Dabei spuckte sie wie immer so manch spannende Unwahrheiten aus. Doch wie soll der aufrichtige Schnitzelsuchende da durchblicken?

 

Die bereits erwähnten Eingeborenen helfen ihrer Natur gemäß gerne bei solchen Mysterien und wissen die hieroglyphenähnlichen Informationsstücke aus allen möglichen Quellen normalerweise zu deuten und zusammenzusetzen. Doch in diesem Fall stellt sich alles Bemühen als ein frustrierendes Fischen im Trüben heraus, das zum Ergebnis nur Unverständnis und Ärger hat. Denn durch Frau Schöpes zirkusreifen Verschwindetrick bleibt nun noch mehr an den Eingeborenen hängen, die sich über die Mehrbelastung gar nicht freuen und sich vom Kultusministerium im Stich gelassen oder gar verkaspert fühlen. Der ein oder andere äußert ganz offen seinen Unmut über diesen Zustand: "Es machte schon von Beginn an den Eindruck, dass Frau Schöpe ihre Zukunft nicht am Goethe-Gymnasium sah. Und durch ihr Fehlen entstehen natürlich Probleme und Kritik, zumal ein Großteil des Kollegium dies über einen Aushang herausfinden musste, da sie vom einen auf den anderen Tag einfach weg war. Auf jeden Fall schadet ein solches Verhalten der ganzen Schule."

Den Letzten beißen aber bekanntlich die Hunde, und so wird der Abschied Frau Schöpe wohl nicht besonders schwergefallen sein, da sie ihn selbst eingeleitet hat. Sie folgt dem Ruf des Ministeriums, und der (all-)gemeine Schüler prognostiziert ihr dabei schon mal, dass so viel Karrierebewusstsein nicht gerade beliebtheitsfördernd sei.

 

 Der Schauplatz neuer Mysterien

Wenn man der „Indian-Jones"-Metapher treu bleiben möchte, passt es, den Vergleich zu dem häufigen Schluss der berüchtigten Abenteuer zu ziehen: Am Ende geht meistens alles den Bach runter, manchmal auch wortwörtlich. Der Schatz der Wahrheit, der in unserem mysteriösen Fall nicht einmal in greifbarer Nähe war, versinkt wieder im Dschungel. Dennoch: An der momentanen Situation kann zwar nichts mehr geändert werden, doch irgendwo am Horizont erahnt der Schatzsucher plötzlich Transparenz und Klarheit. Denn es stellt sich das Gefühl ein, dass auf einmal wieder mit Verlässlichkeiten gerechnet werden kann, die der ein oder andere, Schüler oder Lehrer, im letzten Schuljahr an dieser zentralen Stelle schmerzlich vermisst hat. 

Treue UMLAUF-Leser müssen aber an diesem ungelösten Rätsel nicht verzweifeln, denn die Redaktion bleibt für euch am Ball!

von unserem Redakteur Paul Bröker (19.12.2011)

Es ging heiß her auf der Gesamtkonferenz am 15. Dezember: Der von 800 Unterzeichnern geforderte Online-Vertretungsplan stand auf der Tagesordnung. Nachdem eine überarbeitete Version des Antrags verlesen worden war und sich die Parteien gegenseitig über die Vor- und Nachteile aufzuklären versucht hatten, kam die Abstimmung letztlich zu dem Ergebnis: Einen Online-Vertretungsplan wird es am Goethe-Gymnasium vorerst nicht geben.

 

Der Schlag saß tief: Die Organisatoren der vorausgegangenen Petition hatten sich berechtigte Hoffnungen gemacht und wurden nun bitter enttäuscht. Der stellvertretende Schulsprecher und derzeitige Stadtschulsprecher Erik Tuchtfeld drückte sich kurz nach der Abstimmung über sein Facebook-Profil so aus: „Die Entscheidung der Gesamtkonferenz am vergangenen Donnerstag, den 15. Dezember 2011, den Antrag auf einen Onlinevertretungsplan abzulehnen, ist für mich die größte Enttäuschung in den zweieinhalb Jahren, in denen ich inzwischen in der SV tätig bin."


Mehr als 60 Personen sahen es wohl ähnlich und klickten den „Gefällt Mir"-Button. Viele hinterließen zudem verärgerte Kommentare. „Das ist wie ein Schlag ins Gesicht für die 800 Personen, die unterschrieben haben", äußerte sich beispielsweise Sönke Huster, Mitinitiator der Petition. Die Diskussion artete soweit aus, dass einige Schüler Eriks Pinnwand dazu benutzten, um über die eigene Schule herzuziehen. Dabei wussten einige anscheinend (noch) nicht über die Fakten Bescheid.


Der erste Antrag der Schülervertretung (SV) entsprach den Forderungen des Petitionstexts. Dieser sah einen passwortgeschützten Online-Vertretungsplan vor, der den bereits vorhanden Aushängen entspricht. Daran störten sich jedoch die Lehrer. Sie wollten den Plan auf die Oberstufe beschränken. Manche befürchteten außerdem, dass Schulfremde dank der Lehrerkürzel Statistiken über Fehlzeiten anlegen könnten. Zudem sollten die ersten beiden Schulstunden im Plan völlig ausreichen, damit die Schüler nicht vom späteren Schulbeginn überrascht werden.


Die SV machte daraufhin einen weiteren Vorstoß. Diesmal sollte, wie vom Kollegium gewünscht, der Plan auf die Oberstufe reduziert sein. Die Schüler sähen zudem nur die Identifikationsnummern der Kurse (z. B. Q1PH3). Namen wären dann nicht mehr vorhanden, Verwechslungen zwar nicht mehr ausgeschlossen, doch ein verschmerzbarer Kompromiss aus Schülersicht. „Die Beschränkung auf die ersten beiden Stunden wollten wir aber nicht hinnehmen", bekräftigt Erik Tuchtfeld.

 

Die anschließende Abstimmung ging überraschend knapp aus: Mit 23 Stimmen dagegen, 21 dafür und 16 Enthaltungen hatten nicht viele gerechnet. Die Überzeugungsarbeit der SV zeigte also Wirkung. Sogar die HNA hatte über die Petition berichtet, auch Außenstehende wurden somit zum Nachdenken angeregt.


Erik zeigt sich trotzdem enttäuscht: „Der Antrag war kein Konstrukt von wenigen Schülern, die sich überlegt haben, was wohl ganz nett im Schulalltag wäre, sondern der Wille Hunderter Schüler. Es werden viele Überlegungen angestellt, was das Goethe-Gymnasium attraktiver macht. Doch nun, wenn Schüler sich einmal mit geballter Kraft einmischen, eine umsetzbare Verbesserung äußern, wird diese missachtet. Das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern ist aus meiner Sicht nachhaltig beschädigt und ich kann nur hoffen, dass sich beide Seiten wieder annähern."

 

Die Enttäuschung der Petitionsinitiatoren ist – wenn auch vielleicht nicht in dieser Schärfe – nachzuvollziehen, denn schließlich hatten sie großen Aufwand geleistet, der nun zunächst nicht belohnt wird. Doch auch wenn bei dieser einen Abstimmung gegen das Vorhaben gestimmt wurde, ist die Situation bei Weitem nicht aussichtslos. Die obendrein verständlichen Forderungen lassen sich nun einfach nicht mehr aus der Welt schaffen. Die Schulleitung signalisierte daher direkt nach der Abstimmung auch weiterhin den Willen zur Kooperation. Ein Kompromiss würde letztlich die Außenwirkung unserer Schule stärken und belegen, dass alle Parteien für eine erfolgreiche Zukunft des Goethe-Gymnasiums kämpfen.

Mittwoch, 04 April 2012 10:54

Sieben Sieger

Von

von unserer Gast-Redakteurin Asselina Medeov (11.12.2011)

Zum 17. Mal wurde in Marburg die hessische Landesolympiade der russischen Sprache ausgerichtet. Auch Schüler des Goethe-Gymnasiums Kassel nahmen erfolgreich teil: Insgesamt zählten wir auf der Rückfahrt sieben glückliche Gewinner: Asselina Medeov(Q1), Patrick Engraf (9), Daniel Dück (9), Anna Engel (9), Paulina Tschernjavkij (7), Sofiya Rodban (7) und im Gruppensieg noch einmal Anna Engel.

 

 

 

Gut gelaunt: Nico Skumaj, Asselina Medeov, Xenia Skumaj, Lidia Skumaj

 

Alle Schüler wurden auf insgesamt acht Gruppen mit unterschiedlichem sprachlichen Niveau aufgeteilt. Jede Gruppe hatte eine mündliche und schriftliche Prüfung zu bewältigen. Als Motivation dienten interessante Preise wie Bücher berühmter russischer Autoren, DVDs und sogar zwei Reisen nach St. Petersburg.

 

Denis Faber während eines Workshops

Neben dem Wettbewerb kam auch der Spaß nicht zu kurz, denn in abwechslungsreichen Workshops konnten sich die Teilnehmer die Wartezeiten zwischen den Prüfungen vertreiben. Am Ende wurden die Ergebnisse bei der Siegerehrung vorgestellt: russisches Essen, russische Musik, russische Kunst und russische Sketche trafen im Publikum auf Begeisterung.

Die größte Gruppe an Teilnehmern bildeten die 27 Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums, die von Aljona Romaschenkow (LiV) und Anton Roos (Russisch-Lehrer) betreut wurden: Patrick Engraf, Anton Bruschkovskij, Daniel Dück, Anna Engel, Maria Grazhdankina, Kristina Firsova, Lena Chyzhenko, Lidia Skumaj, Xenia Skumaj, Nico Skumaj, Asselina Medeov, Richard Dyck, Daniel Sacharenkov, Anastasia Engel, Sergej Willer, Paulina Tschernjavkij, Heinrich Wiens, Philipp Udras, Sofiya Rodban, Philipp Schnaible, Minna Michelle Schneider, Oleg Vychodeg, Denis Farber, Angelika Schäfer, Luisa- Sophie Hoppe, Carolina Lubner, Laura Zibert.

Mittwoch, 04 April 2012 10:53

Weihnachtlicher Wettbewerb

Von

von unserer Redakteurin Marie Gehrhardt (07.12.2011)

Auch dieses Jahr wurde ein ganzer Schultag für die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen unserer Schule geblockt, um weihnachtliche Stimmung unter die Schüler und in die Zweigstelle zu bringen.

 

 Buntes Treiben in der 6e

 

So bekamen alle Fünftklässler die Chance, von der zweiten bis zur sechsten Stunde mit ihren Klassenlehrern und ihren Paten die Klassen zu dekorieren und verschönern. Auch Eltern unterstützten die ambitionierten Bastler einiger Klassen.

Als Patin der Klasse 5e war auch ich dabei und half den Schülern, ihre außergewöhnlichen und weihnachtlichen Ideen so gut wie möglich umzusetzen. Für dieses Jahr hatte sich die Klassenlehrerin, Frau Dietrich, etwas ganz besonderes ausgedacht: Da besonders die Sportler bei Wettkämpfen zu Hochleistungen auflaufen, rief Frau Dietrich einen „Weihnachts-Deko-Wettbewerb“ aus, bei dem die Gruppe mit dem schönsten, kreativsten und originellsten Fenster gewinnen sollte.

Indoor-Schnee

Nach dieser Ansage stürmten alle Schüler sofort los und gingen mit Lichterketten, Schneespray, Tannen und natürlich selbstgebastelten Sternen, Schneemännern und Tannenbäumen ans Werk.
Schließlich wollte jede Gruppe den Preis gewinnen, und das olympische "Dabei sein ist alles" geriet schnell in Vergessenheit.

Im Eifer des Gefechts erschien das Basteln einer gemeinsamen Leine mit Sternen und Tannenbäumen somit als unattraktiv, wodurch dann auch die Paten und Lehrer zu einer Aufgabe kamen.

Ähnlich lief es auch in den anderen Klassen, und nach zwei Stunden strahlte das Klassenzimmer in neuem, weihnachtlichem Glanz!
Was unsere Reinigungskräfte und unser Hausmeister in der Zweigstelle, Herr Hamdi, wohl zu Schneespray auf der Holzfensterbank sagen werden? Aber wenn der Schnee draußen auf sich warten lässt, dann muss man sich eben anderweitig behelfen.

Mittwoch, 04 April 2012 10:53

Bescherung am Sankt-N.-Tag

Von

von unserem Redakteur Paul Bröker (28.11.2011)

Am Mittwoch, den 23.11.2011, trafen sich die Initiatoren der Petition für einen Online- Vertretungsplan mit dem Weihnachtsmann, um ihm in einem Bündel 800 schwere Wünsche zu überreichen.

 

Der Weihachtsmann, in Schülerkreisen auch als Schulleiter Becklas bekannt,

muss sparen. Wenigstens lässt er sich seinen Frust darüber nicht anmerken.

 

Angeregt durch den Erfolg anderer Petitionen, erstellten die Initiatoren um Sönke Huster (Q1) und das SV-Team auf der Plattform openpetition.de eine Seite mit ihrem Brief an den Weihnachtsmann. Sie wünschten sich einen Online-Vertretungsplan, den es an anderen Kasseler Schulen längst gebe, ein W-LAN-Netzwerk und zudem besser ausgestattete Räumlichkeiten.

 

"Ein Online-Vertretungsplan gehört bei vielen Schulen bereits zum Standardrepertoire." 


Durch Aufrufe in Social Media wie Facebook, und auch mit einem Hinweis auf Umlauf Online setzten immer mehr Leute ihre Unterschrift auf den Brief an den Weihnachtsmann. Nachdem online nun alle schon von den Wünschen mitbekommen hatten, verlagerte sich die Aktion in die Offline-Schulgemeinschaft. Mit ausgedruckten Wunschzettel-Vorlagen bepackt, machten sich die Initiatoren auf den Weg ins Nebengebäude und fanden zusätzlich Hunderte Unterstützer. Auch der Weg in die Lehrerzimmer brachte zusätzliche Befürworter.


Im Zeitraum vom 10. bis zum 16. November konnten die Initiatoren so genau 800 Leute finden, die sich für die Erfüllung der Wünsche einsetzen wollten.


Der Weihnachtsmann lud sie ein, doch statt einem großen Paket mit ihren Geschenken trafen sie auf einen großen leeren Tisch, um den sie sich setzen sollten. Was sie dann zu hören bekamen, passte ihnen gar nicht: Der Weihnachtsmann hantierte mit unverständlichen Begriffen wie Finanzierung und Machbarkeit. "Was zum Teufel?", dachten sie sich, hörten ihm jedoch gespannt und etwas eingeschüchtert zu.


„Ihr habt ja sicherlich schon konstruktive Vorschläge für die Finanzierung gemacht."


Die Wünsche seien allesamt nachzuvollziehen, doch ob man als Schule einen Online-Vertretungsplan wolle, sei jedoch eine grundsätzliche Frage, erklärte der Weihnachtsmann den verduzt dreinschauenden Schülern. Was immer er damit andeuten wollte, er drückte sich jedenfalls etwas undeutlich aus und wich schnell auf einen anderen Wunsch aus - die geforderte räumliche Ausstattung. 

 

„Ihr habt ja sicherlich schon konstruktive Vorschläge!" - „richtig!" - „für die Finanzierung!" - „eher weniger!". Der Weihnachtsmann schaute in irritierte, verängstigte Gesichter: Wer rechnet denn damit, seine Weihnachtsgeschenke selbst kaufen zu müssen?  


Mit neuen Aufenthaltsräumen und W-LAN sei, solange er noch über die Wünsche der Schülerschaft walte, nicht zu rechnen, was aber überhaupt nicht an seiner Person liege: „Mein Geldgeber, die Stadt Kassel, hat mir Anfang des Jahres unmissverständlich erklärt: Alles, was nicht dringende Reparatur ist und alles, wofür Umbaumaßnahmen erforderlich sind, ist verschoben auf den ,Sankt-Nimmerleins-Tag‘."

 

„Über den Grad an Wünschen kann man ja noch einmal reden."


Dringlicher seien ohnehin erst einmal andere Wünsche, wie z. B. die Renovierung der maroden Toiletten im Nebengebäude und die Erneuerung der desolaten Ausstattung der Physikräume, wo Unterricht nur dank der Eigeninitiative der fleißigen Helfer möglich sei.


Auch die Petitionsverantwortlichen sahen nun ein, dass ihre Wünsche wohl etwas zu groß waren, und gaben zu verstehen: „Über den Grad an Wünschen kann man ja noch einmal reden."


Und einen kleinen Wunsch konnte der Weihnachtsmann ja sogar noch erfüllen: „Der Online-Vertretungsplan wird bei der Gesamtkonferenz am 15. Dezember auf der Tagesordnung stehen." Vielleicht hat bis dahin ja schon ein anderer Sankt N. Erbarmen gezeigt und unsere Schule mit einem Geldgeschenk bedacht.


** Schulleiter Becklas in der Rolle des Weihnachtsmanns, die fleißigen Helfer kommen aus der Fachschaft Physik.


Die Seite des Fördervereins findet sich übrigens hier:  http://www.foerderverein-goethegymnasium-kassel.de

von unserem Sportlehrer Jens Pflüger (17.11.2011)

Im Stadtentscheid Handball trafen im Wettkampf IV und Wettkampf II die Albert-Schweitzer-Schule, das Goethe-Gymnasium und die Offene Schule Waldau aufeinander.

 

Das Turnier der Jungen begann im Wettkampf IV mit einem Vielseitigkeitswettkampf. Die ASS konnte diesen Wettbewerb gewinnen und ging in jedes Spiel mit einem Vorsprung von zwei Toren. Im Spiel um den Turniersieg konnte sich das Goethe-Gymnasium gegen die ASS mit einem Tor Vorsprung durchsetzen.

 

Mannschaft WK IV: Erik Schubach, Lukas Dittmar, Jannik Trojan, Erik Ullrich, Christopher Ravior, Lars Pietz, Moritz Räuber, Coach Welch (stehend, v.l.n.r.)
Jonathan Pflüger, Nikita Kogan, Maurice Montua, Maximilian Goldmann, Alexander Hochapfel (hockend, v.l.n.r.)

 

Das tolle Abschneiden der jungen Nachwuchspieler wurde durch den Turniersieg der älteren Schüler im WK II komplettiert. In sehr spannenden und hochkarätigen Spielen konnte auch hier das Goethe-Gymnasium den Turniersieg feiern.

 

Mannschaft WK II: Lennart Henne, Paul Helbing, Jannis Klute, Joshua Fischer, Lukas Krug, Coach Welch (stehend, v.l.n.r.)
Tobias Barth, Dennis Frank, Stefan Schäfer, Philipp Scholz, Nils Gerecke (hockend, v.l.n.r.)


Damit haben sich alle fünf gemeldeten Mannschaften des Goethe-Gymnasiums für den Regionalentscheid qualifiziert. Die Mädchen des WK II und III sowie die Jungen des WK III hatten sich ohne Gegenmeldung qualifiziert. Besonders erfreulich ist, dass das Goethe-Gymnasium seine alte Handballtradition wieder aufleben lässt. 

Mittwoch, 04 April 2012 10:53

Weitere Ausleihen gesichert!

Von

von unserem Redakteur Paul Bröker (13.11.2011)

Grund zum Feiern am Standort Schützenstraße: Der Arbeitsvertrag mit Bibliothekar Bernd Burkhardt konnte verlängert werden. Mithilfe des Jobcenters der Stadt Kassel und Geldern des Fördervereins kann er auch weiterhin seiner Tätigkeit nachgehen und den Schülern Spaß am Lesen vermitteln.

Herr Burkhardt und Frau Tollrian
Sichtlich erfreut verabschiedet sich Herr Burkhardt von Frau Tollrian

Am Freitag, den 4. November, kam Frau Tollrian vom Jobcenter der Stadt Kassel in die Bibliothek im Wimmelgebäude, um Herrn Burkhardt zur Weiterführung seiner Tätigkeit zu gratulieren.

Schulleiter Becklas und einige Kolleginnen und Kollegen warteten mit einem Mix aus Salzstangen und Schoko-Riegeln auf, um schließlich feierlich mit einem Glas Sekt auf das freudige Ereignis anzustoßen. Bei der Gelegenheit zeigte Herr Burkhardt Frau Tollrian die Bibliothek. „Der Renner sind die Guinness-Bücher der Rekorde", erklärte er ihr, doch auch ältere Literatur sei erstaunlicherweise bei den Fünft- bis Achtklässlern sehr beliebt.


Die Schüler werden mit in die Bibliotheksarbeit einbezogen. Viele melden sich freiwillig und verleihen in den Pausen die Bücher an ihre Mitschüler. Dazu stattet Herr Burkhardt sie mit eigenen Ausweisen aus.


Seit unserem letzten Bericht im März über die Zehntausendste Ausleihe wurden weitere zweitausend Bücher verliehen. Und auch die Auswahl steigt stetig: So besitzt die Bücherei mittlerweile beispielsweise die komplette „Was-ist-was"-Reihe. Selbstverständlich kommen auch jedes Jahr zwei neue Umlauf-Hefte hinzu. Die Schüler haben zudem die Möglichkeit, per Zettel ihre Lese-Wünsche an Herrn Burkhardt zu richten, der sie dann zu erfüllen versucht.


Frau Tollrian zeigte sich beeindruckt vom Erfolg der Bücherei, an dem Herr Burkhardt maßgeblichen Anteil hat. „Eine Bücherei steht und fällt mit dem Engagement der Verantwortlichen! Erstaunlich ist, wie gut Sie die Schüler in die Arbeit mit einbeziehen", gratulierte Frau Tollrian dem sichtlich erfreuten Herrn Burkhardt zu weiteren tollen Lese-Jahren.

Dass Herr Burkhardt dem Goethe-Gymnasium erhalten bleiben würde, war jedoch für lange Zeit eine äußerst unsichere Angelegenheit und wird es leider auch bleiben. So kämpften besonders Herr Kratzke, Lehrer und Mitbetreiber der Bibliothek, sowie Schulleiter Becklas für eine Verlängerung des Vertrags. Jedoch ist allen Beteiligten bewusst, dass am Ende das Geld über die Stelle entscheiden wird, deren Sinn überhaupt nicht zur Debatte steht.


Die Redaktion wünscht Herrn Burkhardt alles Gute und den Schülern viel Lese-Erfolg!

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Mittwoch, 04 April 2012 10:52

Konsumkritischer Stadtrundgang

Von

Gastbeitrag aus der E-Phase (25.11.2011)

Der konsumkritische Stadtrundgang bildet die Grundlage des Examens einiger Studenten in Kassel. Er setzt sich aus vier Stationen zusammen, welche das Ziel verfolgen, das Bewusstsein des Teilnehmers für den eigenen Konsum und dessen Folgen zu verbessern.

Anfang eines aufklärenden Stadtrundgangs

Im Rahmen des Unterrichtsthemas Konsum hat unser PoWi-Kurs von Herrn Saerbeck, Lehrer im Vorbereitungsdienst, an diesem Rundgang teilgenommen, und im Folgenden möchte ich mich damit auseinandersetzen, ob dieser Rundgang tatsächlich etwas an der Einstellung der Klasse oder meiner persönlichen Einstellung geändert hat. Der Stadtrundgang begann am Citypoint mit der ersten Station: Plastik.

Einerseits waren die grundsätzlichen Themen und Punkte dieser Station sehr interessant, jedoch leider sehr einseitig. Während überwiegend über schlechte Produktionsweisen nahezu hergezogen wurde, wurde die Sicht der Produzenten völlig vernachlässigt. Dieses Manko zog sich fast durch den gesamten Stadtrundgang und wurde in der Nachbesprechung des Kurses stark kritisiert. Schließlich geht es bei Konsumkritik nicht nur darum, das eigene Verhalten zu hinterfragen, sondern auch darum, den Sachverhalt grundlegend zu beleuchten.

Um einen praktischen Teil in diese Station einzubauen, wurde die Gruppe gebeten, ins „Tegut" zu gehen, um verschiedene Verpackungsarten unter die Lupe zu nehmen.

Von Plastik über Pappe zu Glas gab es nahezu jede vorstellbare Möglichkeit.

Ich denke, es war sinnvoll, zu zeigen, dass andere, umweltfreundlichere Verpackungen existieren; seit diesem Tag versuche ich beispielsweise, Joghurt immer im Glas zu kaufen.    

Anschließend begaben wir uns zum Vodafone-Shop am Friedrichsplatz. Hier fand die zweite Station mit dem Thema Handy statt. Meiner Meinung nach war diese eine der besten Stationen, da sie die Problematiken mit Produktion und Entsorgung realistisch und nicht überzogen darstellte. Außerdem gestand diese Station ein, dass es nur wenige Möglichkeiten gibt, hieran tatsächlich etwas zu ändern, teilte dem Teilnehmer jedoch trotzdem einfache Möglichkeiten mit, zu helfen.

Beispielsweise kann man Althandys frühzeitig in eine Entsorgungsbox im Vodafone-Shop  legen, damit die enthaltenen Stoffe mit der Zeit nicht noch giftiger werden. Hierdurch werden die Arbeiter, die diese Handys später auseinandernehmen müssen, geschont.

Ein kleiner Kritikpunkt von meiner Seite ist, dass die Problematik mit den Arbeitern in der Dritten Welt nur kurz angeschnitten wurde. Denn selbst wenn keine Handys mehr kaufen würde, würde sich deren Situation verschlimmern, da sie möglicherweise ihren Job verlieren würden. Ich finde, man hätte diesen Punkt deutlicher herausstellen können, um deutlich zu zeigen, dass das Problem vielschichtig ist.

 Die dritte Station: Vor C&A

Die dritte Station fand nur wenige Meter entfernt vor dem „C&A" statt. Hier wurde Konsumkritik an Kleidung geübt, indem man die Produktion einer Jeans von C&A darstellte. Da ich mit dieser Thematik schon vertraut war, fand ich diese Station nicht außerordentlich spannend. Auch die Darstellung war eher einseitig, da lediglich ein Land und die dort ausgeführte Tätigkeit genannt wurden. Es wurde als Lösung vorgeschlagen, zu einer Kleidungstausch-Party zu kommen oder zum teurerenn Produkt zu greifen. Dabei ist es aber keinesfalls so, dass ein höherer Preis für höhere Qualität steht. Der Unterschied liegt häufig nur im Design und im Label. Außerdem glaube ich kaum, dass viele aus unserem Kurs zu einem Treffen mit völlig Fremden gehen würden, um dort Klamotten gegen andere, bereits gebrauchte Klamotten zu tauschen.

Die vierte und letzte Station des Rundgangs fand vor dem Coffeestore in der Nähe des

Scheidemannplatzes statt. Die Gruppe wurde hier gebeten, die verschiedenen Instanzen, welche an der Kaffeewirtschaft beteiligt sind, nach ihrem Gehalt anzuordnen. Es wurde erklärt, dass viele Kaffeebauern unter schrecklichen Bedingungen arbeiten müssen, dass es jedoch einige gibt, die fairer als andere bezahlt und behandelt werden. Dies könne man durch das Fairtrade-Zeichen erkennen. Auch wurde auf verschiedene andere Produkte hingewiesen, bei denen ähnliche Siegel auftauchen.

Meiner Meinung nach wurde gut herausgearbeitet, warum man lieber auf den teureren Kaffee zurückgreifen sollte. Außerdem wurden hier nicht das gesamte Produkt und dessen Vertreiber als schlecht dargestellt, sondern es wurde anerkannt, dass zum Beispiel der Coffeestore Fairtrade-Kaffee vertreibt.         

 Woher kommt dein Kaffee?

 Nachdem ich nun jede Station etwas näher beleuchtet habe und bereits wertende Anmerkungen miteinbezogen habe, möchte ich jetzt gezielt auf die Eingangsfrage eingehen: Konsumkritischer Stadtrundgang - stärkt er das Bewusstsein?

Wie man bereits aus den Anmerkungen schließen konnte, habe ich in Bezug auf diese Frage eine gespaltene Meinung. Einerseits gab es durchaus positive Effekte des Rundgangs. So habe ich beispielsweise begonnen, auf verschiedene Verpackungsarten im Supermarkt zu achten, habe meine Althandys entsorgt und meine Eltern gebeten, Fairtrade-Kaffee zu kaufen. Andererseits finde ich jedoch, dass die Vorträge der einzelnen Studenten größtenteils etwas gelangweilt und somit wenig motivierend waren. Durch diese Vortragsweise fiel es mir persönlich nach einiger Zeit schwer, aufmerksam zuzuhören.

Fazit: Grundsätzlich eine gute Idee, jedoch mit viel Luft nach oben, was die Verbesserung der Durchführung angeht.

von unseren Redakteuren Kirstin Appel und Paul Bröker (29.10.2011)

Am 24. Oktober 2011 wurden feierlich bei Keksen und Gummibärchen die DELF-Diplome überreicht. Die Absolventen fieberten diesem Tag schon seit den Prüfungen im April entgegen. Nun wurden sie für ihre Mühen belohnt.

Die Absolventen mit Frau Klaus, Frau Moreau und Schulleiter Becklas 

Eigentlich scheint es oft das gleiche zu sein mit den (Sprach-)Zertifikaten: Einer der wenigen Momente, in denen sie Würdigung erfahren, bleibt meist die feierliche Verleihung. Eingesperrt in unübersichtliche Aktenordner fristen sie von da an ein klägliches Dasein - dem Licht entzogen, geraten die wertvollen Papiere in Vergessenheit.

Ihre Bedeutung verlieren sie dabei jedoch selten.

Bei Gelegenheit wird sich an sie erinnert und sie begeben sich auf den Weg zu den Personalabteilungen diverser Unternehmen. Angeheftet an Bewerbungsschreiben, ziehen sie bewundernde Blick auf sich und werden schließlich zu schlagfertigen Argumenten für eine Einstellung.

Frau Moreau ging bei der diesjährigen Verleihung der DELF-Diplome einen Schritt weiter: Am besten sollten sich die Absolventen ihre Zertifikate  gerahmt an die Wand hängen. So geräten sie nicht in Vergessenheit und würden nebenbei auf dem weiteren Bildungsweg motivieren.

Schulleiter Becklas betonte seine Freude über die erfolgreichen Abschlüsse und lobte die Schüllerinnen und Schüler für ihre erbrachten Leistungen. Diese gipfelten im April in den Prüfungen, die in diesem Jahr für den ganzen nordhessischen Raum am Goethe-Gymnasium stattfanden.

Folgende Schüler und Schülerinnen konnten sich über ihre Zertifikate freuen:

A2: Diana Al-Dalqamouni, Charlotte Bomert, Adel El Araibi, Maria Kalinina, Damla Karlidag, Diana Renpenning, Pia Rücker, Rebecca Saalfeld, Jana Shlafit, Agmal Sidiqi, Miriam Teclemariam


B1: Daniela Dumat, Gökce Kusoglu


B2: Sulob Ahmed, Fabienne Buehler, Aysegül Celik, Tim Euler, Gesine Graw, Katrin Carola Greif, Leonie Griesel, Vanessa Günther, Fabia Ljatifi, Imke Sahlmann

Frau Moreau und Frau Klaus präsentieren das Zertifikat
Herr Becklas gratuliert einer Absolventin

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